Mit einem 11-Punkte-Programm soll Köln zu Europas “Internet-Stadt” gemacht werden – diese begrüßenswerte Initiative hat SPD-Fraktionschef Martin Börschel gestartet. Die vorgeschlagene Entwicklungsstrategie soll Kölns Profil schärfen als das einer Stadt, “die das Internet sowie innovative technologische Entwicklungen ermöglicht, unterstützt, vorantreibt und lebt!” Köln hat in der Tat beste Voraussetzungen für eine solche Entwicklung, die dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort sehr gut täte und weitreichende Perspektiven öffnen würde. Die Stadt, in der künftig die Basistechnologie Internet sowie die darauf aufsetzenden Technologien und Anwendungen zu Hause sind und weiterentwickelt werden, diese Stadt wird in den kommenden Jahrzehnten ungeahnte Standortvorteile haben. Und diese Stadt muss Köln sein! Internet-Strategie
“Die Verwaltung soll daher den direkten Austausch von Unternehmern und Forschungseinrichtungen unterstützen, genauso wie die Entwicklung von Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte von KMU`s .”
Hier wird man einiges tun müssen, um Hemmschwellen abzubauen.
Ich erinnere mich an einen kleinen Unternehmer, der ein teilweise gemeinnütziges Projekt in Afrika durchführen wollte. Nun hatte er leider überhaupt keine Ahnung von Afrika, den speziellen Problemen bei geschäftlichen Kontakten und Mentalitäten. “Fragen wir doch mal bei der Uni nach, bei den Afrikanisten!” – “Die Universität???” Oh Gott. Hoch über den Wolken strahlte die Spitze des Elfenbeinturms hervor.
Dabei weiß ich aus meiner eigenen Studienzeit und habe auch später die Erfahrung gemacht, dass die Uni sich eigentlich immer sehr freut, wenn ihr Wissen unmittelbar von Bürgern gebraucht wird (gut, für kostenlose Rechts- und Medizinberatung lassen die sich natürlich nicht missbrauchen…).
Vielleicht könnten Tage der offenen Tür speziell für kleine und mittlere interessierte Unternehmer hilfreich sein, insbesondere bei den so nutzlos scheinenden und doch so hilfreich sein könnenden Exotenfächern,den Orientalisten, Sinologen, Japanologen, Indologen, Afrikanisten … das sind die reinsten Fundgruben für jeden Unternehmer, der sich in solche Gegenden aufmachen will.
Meine bisherhire Erfahrung mit Internet (Email) und der Stadtverwaltung sind eher negativ.
Emails werden nicht beantwortet (Ordnungsamt), oder kommen nicht an (Bauamt). Nach telefonischer Nachfrage sind die Emailadressen teilweise veraltet, die Seiten der einzelnen Behörden nicht aktualisiert. Laut Auskunft wer denn dafür zuständig sei: das jeweilige Amt.
So wird das nichts