Vielen Dank für gute Wünsche!

1. September 2009 - 9:19 Uhr | Permalink
Autor: Jürgen | Kategorien: Allgemein

Am ersten Tag nach meiner Wahl zum Kölner Oberbürgermeister erreichten mich viele Glückwünsche zum Wahlerfolg und gute Wünsche für eine erfolgreiche Amtsführung in den kommenden sechs Jahren. Dafür danke ich ganz herzlich. Ich werde mein Bestes für die Kölnerinnen und Kölner und für diese Stadt geben! Ich bin leider am Wahlabend selbst und gestern nicht dazu gekommen, hier zu bloggen. Ich hätte es vorher nicht geglaubt, aber es war mehr los als an den heftigsten Wahlkampftagen! Ab sofort werde ich mich hier aber wieder regelmäßig zu Wort melden!

4 Kommentare für “Vielen Dank für gute Wünsche!”

  1. Frank |

    “Ab sofort werde ich mich hier aber wieder regelmäßig zu Wort melden!”

    Das heißt dieses Blog (und evtl. auch Twitter) bleiben nach der Wahl erhalten? Das fände ich Super wenn man hin und wieder etwas mehr aus dem Leben und Arbeiten des OB erfahren würde!

  2. Rolf Büttner |

    Sehr geehrter Herr Roters,
    herzlichen Glückwunsch zumr erfolgreichen Wahl.Hier etwas, was mir nicht gefällt – allgemein, nicht an Ihnen :

    Über den Sinn ( oder Unsinn ) der Verunzierung des gesamten Stadtgebietes mit Wahlplakaten,
    die zumeist ohnehin nur Plattitüden und sinnlose Floskeln ausweisen, kann man geteilter
    Meinung sein. Wenn diese jedoch noch in vollem Umfang drei Tage nach der kommunalen Wahl
    Bäume und Masten weiterhin verunzieren, kann man nur von visueller Umweltverschmutzung reden.
    Hier sollte umgehend Abhilfe geschaffen werden, zumal die nächste Müllwelle mit Bezug auf die
    Bundestagswahl auf die Bürger zurollt.
    Ich habe mir erlaubt, gleiches an alle Parteien zu geben.

    Freundliche Grüsse, Ihr Wähler

    Rolf Büttner

  3. Otla Pinnow |

    Sehr geehrter Herr Roters,

    mit dem Thema Bau des Godorfer Hafens werden Sie sich ohnehin mit als erstes befassen müssen. Hier sind Sie in der beneidenswerten Position, zwischen rot und grün das neutrale Weltkind in der Mitten zu sein, das sich rein auf die Vernunft berufen kann.

    Ich habe insbesondere im Wahlkampf viele Argumente pro und contra Hafenbau gehört, rationale und irrationale. Hier gilt es, die irrationalen Argumente auszusortieren und die rationalen nochmals sorgfältig abzuwägen.

    Denn die Pläne sind 30 Jahre alt, so lange dauert es nun mal vom Beschluss bis zur Verwirklichung bei Großprojekten. Doch in 30 Jahren kann sich vieles ändern, sowohl, was die objektiven Tatsachen betrifft als auch, was die Prioritätensetzung betrifft; so hatte man vor 30 Jahren allgemein noch ein anderes Verhältnis zu Natur und Umwelt. Und wozu stures Festhalten an einst entwickelten Plänen führen kann, da verweise ich auf den Ausbau des Bischofsweges: hier ging den Entscheidungsträgern erst nach Bürgerprotesten auf, dass die geplante Weiterführung der Kreuznacher Straße zum Bischofsweg zwecks ihrer Verkehrsberuhigung deswegen völliger Unfug war, weil die Kreuznacher Straße seit 6 Jahren eine Sackgasse war.

    Es ist also grundsätzlich nötig, so alte Pläne vor ihrer Verwirklichung nochmals gründlich auf ihre Aktualität hin zu überprüfen. Das Argument, dat hammer damals so beschlossen, dat war klasse und darum bleibt dat so, ist irrational.

    Mit besten Wünschen für die Durchsetzungskraft des nüchternen Verstandes

    Otla Pinnow
    (SPD-Mitglied)

  4. Otla Pinnow |

    Noch ne Überlegung:

    Bei den Erfahrungen, die wir mit städtischen Großprojekten haben, ist es ganz normal und natürlich, dass wir Kölner beim geringsten Anlass überall Unrat wittern. Was immer hier geplant ist, es ist nicht auszuschließen, dass Schäl da mal wieder seine Pfoten drin hat. Das ist so. Damit muss selbst der verantwortungsbewussteste Planer einfach leben.

    Insofern ist die jüngste Gerichtsentscheidung für die Kölner durchaus begrüßenswert: nicht nur der Oberbürgermeister, der ganze Rat muss das Projekt Godorfer Hafen noch einmal nach allen Seiten durchleuchten. Ob die Entscheidung dann pro oder contra ausfällt, wir wollen sicher sein, dass das alles so seine Richtigkeit hat und in unserem Interesse ist.

    Allerdings müssen wir auch sehen, dass uns grün nicht zur Obsession werden darf. So sehr wir an jedem Baum und an jedem krautigen Gebüsch hängen, wir und auch zukünftige Generationen wollen in dieser Stadt leben, und das geht nur, wenn wir hier auch Arbeit finden. Jeder Neubau, ob Fabrik, Logistikzentrum oder Wohnungen, frisst Natur. Das ist unvermeidlich. Die Frage ist also nicht, ob wir diesen Preis zahlen, sondern wofür. Ob es sich lohnt. Wenn wir diesen Preis aus Prinzip nicht zahlen wollen, dann berauben wir uns selbst der Gestaltungsmöglichkeiten für unsere Stadt, für die Gegenwart wie für die Zukunft.

    Wir gestalten unsere Stadt um, indem wir Bäume pflanzen, Umweltzonen beschließen und – Beispiel Grünzug Süd – betoniertes Land renaturieren. Aber darauf dürfen wir uns nicht beschränken. Wir müssen auch bauen, Häuser und Industrieanlagen, damit wir anständige Wohnungen und Arbeit finden. Es ist Illusion zu glauben, eine Stadt könne jetzt und in Zukunft einzig von Büroarbeitsplätzen in grünen Verwaltungsparks leben. Das schafft uns keine Sicherheit, darauf können wir nicht bauen. Wenn nichts zu verwalten ist, dann braucht es auch keine Verwaltungsparks.

    In diesem Sinne gilt es abzuwägen: man muss für alles zahlen. Die Frage kann also nur sein, was man für diesen zu zahlenden Preis denn bekommt. Ist es das wert? Danach muss sich eine Entscheidung richten.

Schreiben Sie einen Kommentar